Elektrowerkzeug in Handwerk Industrie und Heimwerkstatt

Werkzeugmaschinen mit elektrischem Antrieb lassen sich zwar generell unter der Bezeichnung Elektrowerkzeug zusammenfassen, der Begriff wird aber typischerweise für handgeführte und vergleichbare stationäre Werkzeugmaschinen kleinerer Bauart verwendet. Derartiges Elektrowerkzeug kommt vorzugsweise in den Bereichen Montage, Reparatur, Einzel- und Kleinserienfertigung sowie im Heimwerkerbereich, aber auch in der Gartentechnik zum Einsatz. Wodurch zeichnet sich dieses elektrisch angetriebene Werkzeug aus?

Elektrowerkzeug mit wachsender Bedeutung Der Elektromotor hat sich im 20. Jahrhundert als beliebteste Antriebsart für Werkzeugmaschinen durchgesetzt. Dieser Trend verstärkte sich gegen Ende des Jahrtausends noch einmal durch die Entwicklung von Akku-Technologien, die im Gegensatz zum Blei-Säure-Akku wartungsfrei sind, sich lageunabhängig betreiben lassen und teilweise eine deutlich höhere Energiedichte ermöglichen. Dies begann bereits in den 1950er-Jahren mit den Blei-Gel-Akkus der Firma Sonnenschein und setzte sich mit den NiCd- und NiMHTechnologien bis zum Lithium-Ionen-Akku fort. Das entsprechende Akku-Werkzeug konnte sich dadurch nicht nur für den mobilen Einsatz etablieren, sondern teilweise auch kabelgebundenes Elektrowerkzeug im stationären Bereich verdrängen. Das augenfälligste Beispiel für diesen Trend ist der Akkuschrauber. Die Leistungsfähigkeit reicht bei diesem Elektrowerkzeug im 21. Jahrhundert nicht mehr nur zum Schrauben, sondern auch mindestens für leichtere Bohrarbeiten.

Anwendungsbereiche für Werkzeug mit Elektroantrieb Typische Einsatzbereiche für Elektrowerkzeug sind, neben dem Bohren und Schrauben, spanende Fertigungsverfahren wie das Sägen, Schneiden, Fräsen, Schleifen und Polieren sowie das Beschichten mit Lacken und anderen Farben, aber auch das Erzeugen von heißen Luftströmen. Handgeführtes Elektrowerkzeugzeichnet sich durch seine große Mobilität und Flexibilität aus, insbesondere in seiner Form als kabellosesWerkzeug mit Akkubetrieb. Aufgrund der manuellen Führung arbeiten solche Werkzeugmaschinen im Allgemeinen allerdings weniger genau als stationäres Werkzeug. Die Präzision lässt sich allerdings durch Zubehör wie Anschläge oder Leitschienen deutlich verbessern. So kann beispielsweise eine Handkreissäge, als mobiles Elektrowerkzeug, mit einer zugehörigen Anschlagschiene ebenso genau arbeiten wie das entsprechende Werkzeug für den stationären Betrieb, die Tischkreissäge. Ein anderer Vorteil der stationären Ausführung lässt sich allerdings beim handgeführten Werkzeug nicht so leicht ausgleichen. Die feste Einspannung in einem Gestell erlaubt eine höhere Leistung und damit auch eine größere Arbeitsgeschwindigkeit oder anderweitig höhere Arbeitsleistung, wie zum Beispiel das Schneiden von stärkerem Material oder das Bohren von Löchern mit größerem Durchmesser.

Das wichtigste zum Elektrowerkzeug zusammengefasst Elektrisch angetriebenes Werkzeug stellt den größten Teil der industriell, handwerklich und im Hobbybereich eingesetzten Werkzeugmaschinen dar. Der Elektromotor zeichnet sich durch seine wartungsarme bis wartungsfreie Bauweise und seine einfache Energieversorgung aus. Der Nachteil einer leitungsgebundenen und von einer Stromversorgung abhängigen Funktion schwindet zunehmend mit der Verbreitung leistungsfähiger Akku-Werkzeuge.